Florenz – Pisa - Insel Elba – Abano Therme
2008 ging unsere jährliche Erkundungsfahrt mal wieder nach Italien.
( ich nenn es immer Schnupperfahrt, denn man hat nie genug Zeit sich alles genau anzuschauen und beschließt den einen oder anderen Ort sicher später mal direkt anzufahren)
Das 1. Ziel war Montecatini
Montecatini ist ein berühmtes Heilbad und liegt in der Toskana zwischen Florenz und Pisa.
Am Abend machten wir einen Spaziergang durch den Kurpark zur Talstation der Standseilbahn, die ins Bergdorf Montecatini Alto hinauffährt. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf das nächtliche Montecatini. Wie überall in Italien war der sehr schöne, alte Dorfplatz voller Nachtschwärmer, in keinem der netten Lokale war ein Platz zu ergattern.
Am nächsten Tag stand Florenz am Programm.
Da Florenz sehr große Parkplatzprobleme hat, entschlossen wir uns per Bahn in die Stadt zu fahren, der Bahnhof liegt sehr zentral. Wir trafen hier unsere Fremdenführerin die uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zeigte und viel, interessantes wusste.
Einen Bericht von Florenz findet ihr in diesem Forum unter "Städte"
Auf der Weiterfahrt machten wir einen kurzen Abstecher nach
Pisa mit seinem Schiefen Turm
Man hört Pisa und denkt unweigerlich nur an den schiefen Turm, ich sollte mich wundern……
worüber ich mich gewundert habe könnt ihr in diesem Forum unter "Städte" nachlesen
Nachmittags fuhren wir weiter nach Piombino um die Fähre nach Elba nicht zu verpassen.
Wir freuten uns alle, endlich am Meer!
Gebucht war die Überfahrt mit den Moby Lines, diese Fähren sind alle ganz lustig bemalt, mit Strichmännchen, dicken lustigen Walfischen,….
Insel Elba
gehört zum Nationalpark „Parco Nationale dell’Arcipelago Toscana“, ist ca. 27 km lang und 18 km breit und ist die größte Küsteninsel der Toskana.
Die Überfahrt nach Portoferraio dauert nur eine gute Stunde, liegt auch nur ca. 14 km von Piambino am Festland entfernt. Wir hatten sehr schönes Wetter und konnten die Hafeneinfahrt an Deck genießen, von Weitem sieht man bereits die mächtigen Befestigungen der Medici, Forte Stella, Forte Falcone, Forte Inglese und die Stadtmauer über der Bucht.
Es war schon gegen Abend und so machten wir uns erst mal auf den Weg zu unserem Hotel etwas außerhalb von Portoferraio
Hotel Fabricia, ist sehr zu empfehlen, Infos unter http://www.hotelfabricia.com
Es ist wirklich so toll, wie auf der Homepage zu sehen, mit herrlichem Garten, Pool, Strand und Blick über die Bucht auf die Festungen von Portoferraio.
Für den nächsten Tag war eine Inselrundfahrt gebucht, leider hat es dann morgens geregnet.
Die Insel Elba verbindet man in erster Linie mit Napoleon. Wir haben aber dann erfahren, dass er nur ca. 9 Monate auf Elba verbrachte, er ließ Befestigungen ausbauen, Straßen bauen, Entwässerungssysteme anlegen, usw. Wie dem auch sei, die Touristen kommen und wandeln auf den Spuren Napoleons.
So fuhren auch wir zur Sommerresidenz Villa di San Martino hinauf. Man kann, wenn man die Zimmer anschaut, erahnen wie er zu dieser Zeit gelebt hat.
Ein Raum hat mir besonders gut gefallen, dort sind lauter Karikaturen ausgestellt, die die Engländer von Napoleon anfertigten, ich glaube die mochten ihn nicht besonders….
Weiter gings auf dem Bergsträßchen, immer wieder sah man wunderschöne kleine Bergdörfer an den Hängen liegen.
Zum Glück ließ jetzt auch endlich der Regen nach, so hatten wir bessere Sicht und konnten auch mal aussteigen und uns die vielen verschiedenen Blumen genauer betrachten. An den Hängen blühte Ende Mai wunderschön der gelbe Ginster. Die Insel ist überhaupt recht grün, die Reiseleitung hat uns versichert, dass Elba auch im Hochsommer nicht „vertrocknet“ ausschaut.
Immer wieder sah man auf wunderschöne Sandstrände zwischen den Felshängen.
Von Weitem sehen wir auch den höchsten Berg Elbas, den Monte Capanne 1018m, wäre sicher eine schöne Wanderung dort hinauf!
Wir fahren weiter der Küstenstraße entlang und hören von der Reiseleitung immer wieder „schade, dass wir heute keine Fernsicht haben, von hier aus kann man normalerweise Korsika sehen!“
In Marina di Campo gabs dann endlich was zu essen, direkt am Strand, der längste der Insel, war in einem netten Lokal reserviert, es gab natürlich gute italienische Küche wie wir es uns gewünscht hatten: Muscheln in allen Variationen, Spaghetti frutti di Mare, Lasagnen, Pizzen…die Auswahl war so groß, dass die Wahl wirklich schwer fiel.
Gerne wäre ich noch länger die Hafenpromenade entlangspaziert um die schönen alten Häuser zu bewundern, aber ich war unterwegs in den Bergen umgeknackst und der Fuß tat schrecklich weh….
Nach einem guten Espresso fuhren wir noch weiter in die Bucht von Porto Azzuro
In dieser Bucht gibt es auch unzählige schöne Sandstrände.
Vom Ortsplatz aus kann man herrlich bummeln, durch Gassen mit Restaurants, Bars und auch netten Geschäften, hier konnten wir einige Souvenirs mitnehmen, in einem der Geschäfte war eine Mineralienausstellung.
Wenn man etwas mehr Zeit mitbringt kann man sich die span. Festungen S. Giacomo und Focardo anschauen.
Der nächste Tag gehörte der Hauptstadt Portoferraio
heißt übersetzt Eisenhafen, zurückzuführen auf den früheren Eisenabbau auf Elba.
Die Gegend um Portoferraio war bereits lange vor Christi Geburt von Etruskern und Griechen besiedelt.
Gegr. wurde die Stadt durch Cosimo I., Grossherzog von Firenz aus der Familie De Medici im 15. Jahrhundert und hieß damals Cosmopoli.
Die Altstadt von Portoferraio wird noch ganz von einer Stadtmauer umschlossen.
vom Touristikhafen spazierten wir durch ein Stadttor in den inneren Teil der Altstadt zur Piazza della Republica mit Rathaus und Dom.
Über unzählige Treppen kommt man hinauf zu den Festungen Forte Stella, Forte Falcone, Forte Inglese und Villa dei Mulini (Napoleonmuseum). Von hier oben hat man einen herrlichen Ausblick auf die Altstadt, die Hafenbucht, das hügelige Umland und auch auf einige schöne Strände.
Die Stadtmauer ist teilweise sehr schön bewachsen, die Terrassen der eng aneinandergebauten Häuser sind von den Einheimischen liebevoll mit vielen Kübelpflanzen geschmückt, unzählige Pflanzenfotos wurden an diesem Tag gemacht.
Auf den Treppen zu den Festungen wurden vor den Restaurants kleine Gastgärten angelegt, hier gab es Spaghetti frutti di Mare und Risotto frutti di mare, dazu eine Karaffe Rotwein, dann noch einen Espresso…, Herz was willst du mehr!
Abschließend schlenderten wir noch am alten Hafen entlang, vorbei an kleineren Booten und Jachten in allen Größen, bei manchen hat man sich schon überlegt was die wohl kosten? In den schönen gepflegten, bunten Häusern gibt es noch alte Handwerksgeschäfte, war wieder was zum Einkaufen (Lederwaren z.B.). An den Hausmauern hinauf wuchsen üppig blühende Bougainvillea in allen möglichen Rot – und Lilatönen, eine Pracht.
Den nächsten Tag hatten wir zur freien Verfügung, war ganz gut, so konnte ich meinen Fuss mal etwas ruhiger halten. Das kalte Meerwasser (war ja noch Mai) tat ihm sehr gut.
Auf der Heimreise machten wir noch Halt in Abano Therme, mit einer Schifffahrt am Brentakanal, einem Ausflug nach Venedig und in die Eugeneischen Hügel, über die Region Abano Therme – Padua werd ich aber mal einen gesonderten Bericht schreiben.

