Skiurlaub Aostatal

Der Berg ruft! Wandern und Klettern am Apennin, Skifahren, ...

Skiurlaub Aostatal

Beitragvon Irmgard » So 14. Mär 2010, 11:29



Die Vorfreude war groß, liegt doch das Aostatal inmitten berühmter Berge
Im Norden Matterhorn und Monterosa
Im Westen der Monte Bianco
Im Süden der Nationalpark Gran Paradiso

In Österreich hatten wir hervorragendes Wetter, aber es wurde immer schlechter je näher wir Aosta kamen.
Für den nächsten Tag wurde noch ein einigermaßen gutes Skiwetter vorhergesagt, aber die Großwetterlage sah grauslig aus.
So wurde beschlossen gleich am ersten Skitag das Matterhorn in Angriff zu nehmen, denn das wollten alle unbedingt sehen.
1. Tag
Unterwegs hatte man von einem Parkplatz aus einen tollen Blick aufs Matterhorn, da man ja nicht wusste wie sich das Wetter entwickeln würde, wurden bereits hier die Kameras ausgepackt. Wie sich später herausstellte, war das gut so.
liegt bereits auf 2000m, direkt an der Schweizer Grenze.
Durch seine Lage am Matterhorn, in der Nähe Zermatt, Theodulgletscher, Monte Rosa Plateau, Klein Matterhorn, ist Cervinia schon lange ein bekannter Skiort, das bemerkt man auch gleich an den Hotels. Die erste Seilbahn wurde bereits 1936 gebaut.
Am Ortseingang von Cervinia liegt ein großer Parkplatz, von dort aus gings zu Fuß eine Anhöhe zur Sesselbahn hinauf, nachdem wir unsere Karten gelöst hatten mussten wir wieder viele Stiegen hinunter zur Gondelbahn. Mit etwas gutem Willem hätte das sicher anders gebaut werden können.
Mit der Gondelbahn und weiteren 3 Sesselliften gings hinauf auf den Theodulpass, auf dann schon Schweizer Seite ein Stück bergab zur Gondel, die uns auf den höchsten Punkt dieser Reise bringen sollte. Hier mussten wir aber sehr geduldig sein und uns mit vielen, vielen Skifahrern anstellen die dasselbe Ziel hatten.
Endlich oben angekommen spazierten wir, die Ski geschultert, durch einen Tunnel zu einem Aufzug, dann noch eine lange Treppe hinauf (Bild 1) und wir waren auf einem Aussichtsplateau „Matterhorn Glacier Paradise 3883m“ mit herrlichem Blick auf das Kleine Matterhorn und den Gletscher, weitere Gipfel waren schon in Wolken eingehängt. Schade.
Die Luft in dieser Höhe ist merklich dünner und das machte sich beim Abfahren bemerkbar.
Bei schönem Wetter hätten wir die Abfahrt nach Zermatt gewagt, man sagte uns jedoch, dass bei es bei diesem Wetter jederzeit möglich sei, dass die Schweizer ihre Bahnen abstellen! So blieben wir vorsichtshalber auf der ital. Seite und genossen die bestens präparierten Pisten, leider war uns keine Fernsicht mehr vergönnt und auch das Matterhorn war hinter Wolken verschwunden.
1. Tag
Ausflug nach Frankreich – Chamonix
die Fahrt ging vorbei an Courmayeur und durch den Mt. Blanc-Tunnel. Ganz schön teuer, für jeden im Bus € 15,--
ist ein international renommierter Skiort und Zentrum des Alpinismus in Frankreich. 1924 fanden in Chamonix die ersten Olympischen Winterspiele statt.
Um nicht dem ganz großen Trubel ausgesetzt zu sein fuhren wir ca. 10 km weiter nach Argentière, ein Bergsteiger- und Skidorf, liegt auf einer Höhe von ca. 1.200 m.
Das Skigebiet der Grands Montets ist vor allem durch seine langen und anspruchsvollen Abfahrten bekannt.
Auf ca. 2800m gibts einen Aussichtspunkt, den man ohne große Anstrengung erklettern kann, von dort sieht man bei schönem Wetter den Mt. Blanc.Wir hatten Glück, bei der 2. Abfahrt hat die Sonne voll auf den Berg gescheint. Der Abhang war nur sehr spärlich gesichert, ich glaube nicht, dass das in Österreich so genehmigt würde!
Hier machten wir auch das erst Mal Bekanntschaft mit sehr alten, engen Sesselliften.
Ist man etwas größer, oder hat man ein paar kg zu viel sind die Beine nicht unterzubringen, das war sehr unangenehm.
Die neueren Anlagen waren aber ganz ok, wir hatten einen wunderschönen Skitag auf herrlichen, gut präparierten Pisten.

Am 3. Tag sah es nicht so einladend aus zum Ski fahren…
Wir fuhren aber trotzdem los, die endlosen Serpentinen hinauf nach Champoluc
ein fantastisches Skigebiet am Fusse des Monte Rosa ist mit dem Skigebiet MonterosaSki verbunden. Wunderbare Abfahrten und Pisten gibt es bis hinauf auf 2.700 m
Zuerst zwängten wir uns in eine sehr enge Gondel, es sollten 6 Leute hinein! Wir fanden es eigentlich für 4 noch zu eng.
Weiter oben gabs dann neuere Gondeln mit weit mehr Platz.
Das Wetter wollte einfach nicht besser werden, so mussten wir uns Pisten suchen die nicht so sehr dem Wind und Wetter ausgesetzt waren, aber auch die gabs, teilweise sogar sehr gute Pistensicht trotz Schneefall. Von den Bergen, die auf der Skikarte abgebildet waren, sah man leider überhaupt nichts, das war sehr schade.

Der 4. Tag war gar sehr grauslig, Schneeregen, Nebel…. : Sad :
Wir wollten eigentlich ins Skigebiet Pila…leider mussten wir wetterbedingt einen Ruhetag einlegen.
Wir beschlossen einzukaufen, etwas außerhalb von Aosta gibt es einige Outlet-Geschäfte, das war dann aber doch nicht so meins.
Später bummelten wir durch Aosta, da gibt es noch einiges aus der römischen Zeit zu sehen. Die Stadtmauer ist in großen Teilen noch vorhanden. Einige Türme sind mindestens im Kern römisch.
Ein Stadttor, die Porta Praetoria, ist ebenfalls noch erhalten. Davor befindet sich ein Triumphbogen, der Arco d'Augusto (Augustusbogen). Die römische Brücke Pont de Pierre, die früher über einen Fluss führte, stammt ebenfalls aus der Zeit des Augustus.
Vom Hauptplatz , der wunderschön gepflastert ist, (Bild 2) gehen unzählige kleine Gässchen weg. Diese Gassen und die vielen, kleinen Geschäfte darin haben mich fasziniert. Dort hab ich einige Mitbringsel und auch auf Vorrat Geschenke gekauft, es gab auch die regionalen Produkte zu verkosten, herzhafte Schinken, Salami, kräftige Bergkäse, tolle Weine, usw. Natürlich hab ich auch in Aosta eine Handtasche gekauft, ein Italienurlaub ohne Handtaschenkauf ist unvorstellbar! : Wink :

Unser letzter Skitag, wir fuhren nach Courmayeur liegt 1224m hoch, direkt am Fuß des Monte Bianco (da wir in Italien sind!), aber den sollten wir an diesem Tag nicht sehen.
Wir fuhren mit einer großen Gondel steil den Berg hinauf, auf dem Plateau gibt es sehr viele Pisten. Unbedingt einen Pistenplan mitnehmen!
Auch hier hatten wir wieder das Problem, dass wir teilweise die Beine im Sessellift nicht abstellen konnten! Zudem gibt es hier noch einige Sessellifte mit Holzlatten!
Leider wurde das Wetter nicht besser, man sah den Monte Bianco nicht, der Schnee war nass und nicht fein zu fahren, glücklicherweise fanden wir eine schwarze Piste durch den Wald, das war dann ein Genuss.
Wir machten an diesem Tag etwas früher Schluss, fuhren mit der Gondel hinunter und trafen uns alle zu einem gemütlichen Abschluss im Lokal bei der Liftstation. Es gab eine lokale Spezialität zu verkosten: weißer Speck mit in Honig eingelegten Kastanien, dazu ein Glas Rotwein, herrlich.
Als wir am nächsten Tag aus dem Aostatal hinausfuhren lachte die Sonne und wir konnten doch noch alle Berge sehen, leider erst jetzt.

Das Gebiet hat uns sehr gut gefallen, wir überlegen bereits es irgendwann im Sommer zu erkunden.
Aostatal 018.jpg
Bild 1, Treppe auf 3800m
Aostatal 018.jpg (53.99 KiB) 3486-mal betrachtet
Aostatal 043.jpg
Bild 2, Aosta
Aostatal 043.jpg (73.44 KiB) 3486-mal betrachtet
Irmgard
 
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Registriert: Di 16. Feb 2010, 12:35

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